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Lahille-Delfin im Fokus des Wissenschaftsausschusses der Internationalen Walfangkommission

Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 fand in Bled, Slowenien, die 70. Tagung des Wissenschaftsausschusses der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt.

24/07/2026 - 16:56 | 24/07/2026 - 16:56
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Elisa Ilha

Das Treffen brachte rund 230 Experten aus über 30 Ländern zusammen, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Schutz von Cetaceen (Walfischen und Delfinen) zu diskutieren. Zu den Themen gehörten Bestandsbewertungen, Beifang in der Fischerei, Schiffskollisionen, Meeresverschmutzung, Klimawandel, Gesundheit und Managementstrategien.

Im Rahmen der Diskussionen über die Schutz- und Managementpläne (Conservation Management Plans – CMPs) wurde der technische Bericht vorgestellt, der aus dem Workshop zu lateinamerikanischen CMPs im Jahr 2025 in Santos (SP), Brasilien, hervorgegangen ist. Das Dokument fasst die wichtigsten Fortschritte, Herausforderungen und Empfehlungen zur Stärkung der Umsetzung der verschiedenen CMPs in der Region zusammen.

Der CMP für den Lahille-Delfin ist ein offizielles Instrument der IWC, das derzeit von Brasilien koordiniert wird. Das Gephyreus-Projekt wiederum ist eine Nichtregierungsinitiative auf wissenschaftlicher Ebene, die seit 2018 ein trinationales Forschungs- und Schutznetzwerk in Brasilien, Uruguay und Argentinien koordiniert. Die von diesem Netzwerk erarbeiteten Erkenntnisse waren grundlegend für die Erstellung des CMP und unterstützen weiterhin dessen Umsetzung.

„Das Gephyreus-Projekt wurde ins Leben gerufen, um Forschende zu vernetzen, langfristiges wissenschaftliches Wissen zu generieren und dieses Wissen in konkrete Schutzmaßnahmen umzusetzen. Zu sehen, wie diese Arbeit die Diskussionen im Wissenschaftsausschuss der IWC unterstützt, zeigt, dass wissenschaftliche Zusammenarbeit reale Auswirkungen auf den Schutz bedrohter Arten haben kann“, betont Pedro Fruet, wissenschaftlicher Koordinator des CMP für den Lahille-Delfin.

In Bled führte die Präsentation des Berichts zu spezifischen Empfehlungen für lateinamerikanische CMPs mit den Schwerpunkten Verbesserung des Populationsmonitorings und Minderung von Bedrohungen wie dem Beifang in Fischnetzen.

Die Resonanz auf den Bericht in einem der wichtigsten internationalen Foren für Cetaceenforschung und -schutz verdeutlicht, wie eine kollaborative wissenschaftliche Initiative Entscheidungen auf dieser Ebene leiten kann. Das Ergebnis stärkt die Umsetzung des CMP für den Lahille-Delfin und erweitert das Engagement von Regierungen und Organisationen zum Schutz dieses vom Aussterben bedrohten Delfins.

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